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Filmbeleuchtung

geschrieben von Alex am 28. Mai 2007 in Produktionstagebuch

Eine wichtige Frage, die sich jeder Filmemacher stellt (egal ob Amateur-Kurzfilm oder 200 Millionen Dollar Blockbuster), ist die der Beleuchtung. Eine schlecht ausgeleuchtete Szene sieht immer scheiße aus. Ist es zu dunkel, erkennt man gar keine Details oder schlimmer, überhaupt nichts mehr. Ist es zu hell sieht es aus wie bei GSZS oder, noch schlimmer, alles wird zu einer einzigen, überstrahlten Fläche.

Hat man das nötige Kleingeld kann man natürlich in einen erfahrenen Beleuchter und Späße wie Tageslichtscheinwerfer investieren. Hat man das nicht, muss man sich anders behelfen.

Neben mangelndem Geld kommt bei uns zudem noch das große Stromproblem hinzu. Wenn wir irgendwo in der spanischen Pampa drehen, ist außer der Autobatterie und einem kleinen Notstromaggregat keine Stromquelle vorhanden. Damit fällt die übliche EB-Team Beleuchtung (der 3×800 Watt Lichtkoffer) natürlich flach.

Aber wir wissen uns zu helfen und haben vorgesorgt! Als erstes wären da natürlich die immer gern gesehenen Reflektoren, mit denen man das Sonnenlicht auf die Schauspieler werfen kann. Dann haben wir diverse Handlichter und Dedolights (alle im 200 Watt Bereich), die mit Akkus betrieben werden. Zu guter letzt haben wir uns noch einen Trick, der auch in großen Produktionen immer öfter verwendet wird, abgeguckt.

Man braucht dazu eine dieser handelsüblichen, ballonförmigen Ikea Lampen, die mal so in Mode waren. Dort schraubt man eine 100 Watt Glühbirne rein, schließt das Ganze an eine Stromquelle an und schon hat man wunderbar weiches Licht. Der Vorteil für uns ist, dass diese Art von Beleuchtung einmal nicht so harte und unrealistische Schatten wie normale Lampen werfen und dass unser Strom ausreicht, um sie zu betreiben.

Wo wir zurzeit noch dran knabbern, ist die Cockpit Beleuchtung des Autos. Das ist deshalb besonders knifflig, weil durch das helle Außenlicht bei Innenraumaufnahmen die Autoscheiben immer weiß sind und fast wegbrennen, während man alles Andere gar nicht mehr erkennt. Wer für dieses Problem noch eine Lösung hat, ist ein gern gesehener Gast in unseren Kommentaren!

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2 Kommentare zu “Filmbeleuchtung”

  1. Sören

    Wenn ihr am Tag im Auto zum Beispiel vom Beifahrersitz auf den Fahrer schießt und wollt etwas Cockpit haben, dann müsst ihr mit einem vorher gebauten stativ für das auto einen reflektor außen am auto anbauen, der euch das Licht in den Innenraum wirft. — Andere Möglichkeit: ihr besorgt euch ND Folie (einen Foliensatz mit CTO,CTB, White Diffusion und vielleicht noch plus/minus green solltet ihr euch aufjedenfall besorgen!) und klebt damit die scheiben im schussbereich der Kamera ab, damit dunkelt ihr automatisch den Innenraum, dann brennt euch das auch nicht alles weg.

    Ich hoffe euch kann das weiterhelfen…


  2. Veronika

    Die Scheiben abzukleben ist vielleicht für andere Szenen wieder störend.

    Man könnte Rähmen aus leichtem Material bauen und die Folie darin befestigen. Die Rähmen werden dann an der Außenseite des Fahrzeugs unauffällig montiert. Fällt allerdings flach, wenn ihr bei hohen Geschwindigkeiten drehen wollt. Und die Anbringung darf vermutlich auch von außen kaum sichtbar sein.

    Der Vorteil ist die Flexibilität bei geänderten Lichtverhältnissen und es sieht vermutlich noch einen Tick natürlicher aus.

    Das mit den Folien ist ziemlich sicher der richtige Ansatz…


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