Sony FX1, FX7, Z1 oder Canon XH A1? – Wahl der HDV Kamera
geschrieben von Alex am 2. Mai 2007 in Produktionstagebuch
Wir haben vor, unseren Film in der zum kleinen Preis bestmöglichen Qualität zu realisieren. Der Film selbst wird mit zwei HDV Kameras gedreht. Was genau HDV bedeutet will ich heute mal erklären.
HDV-Kameras haben bedeutend bessere Qualität als normale, handelsübliche DV-Kameras (nämlich 1280*720 statt 720*576 Pixel) und sind viel preisgünstiger als richtig HD-Kameras (mit einer Auflösung von 1920*1080 Pixel). Was bedeutet das aber? Im Klartext heißt das, dass man ein HDV-Bild auf eine Kinoleinwand projizieren könnte, ohne dass es so pixelig und schwammig wie ein normales DV-Bild aussieht.
Vielleicht sollte ich erstmal die Frage klären, warum wir nicht auf richtigem Filmmaterial drehen. Um auf 16mm (oder besser: 35mm) drehen zu können brauch man entsprechend teure Kameras, Kameramänner und Filmmaterial. Das muss auch vor der Sichtung aufwendig entwickelt werden und erlaubt so keine sofortige Kontrolle des Gedrehten. Außerdem ist es lichtempfindlicher als Videobänder, so dass ein aufwendiges Einleuchten jeder Szene erforderlich ist. Das kostet Zeit und Geld und von beiden haben wir natürlich nicht genug.
Außerdem würde der bekannte „Filmlook“ nicht zu unserem Film passen. Wir wollen uns der Geschichte von Frank und Tom auf eine dokumentarische Weise nähern, zu welcher der „ich hab mal eben die Videokamera rausgekramt um diesen Moment festzuhalten“ Stil viel besser passt.
Da HDV-Kameras noch in den Kinderschuhen stecken, ist die Auswahl recht klein. Sony hat mit seiner FX-1, FX-7 und Z-1 drei für uns sinnvolle Modelle am Start (alle in der Preisklasse zwischen 3000-5000 Euro). Mit der FX-1 und Z-1 haben wir auch schon mehrere Male gedreht, allerdings haben die deutliche Schwächen bei lichtarmen Verhältnissen und auch das Ziehen der Schärfe machte einige Probleme.
Besser scheint da ein neues Model von Canon zu sein, die XH A1. Laut einschlägigen Testberichten übertrifft sie Konkurrenz locker und kostet auch nur verhältnismäßig günstige 3500 Euro. Nein, wir machen hier keine Werbung für Canon oder Sony. Aber wenn das ein Canon oder Sony Mitarbeiter liest und noch zwei Kameras für ein ambitioniertes Filmprojekt übrig hat: Hier sind wir!!!
Falls ihr selber Erfahrungen mit Kameras (welcher Art auch immer) gemacht habt, immer her mit euren Erfahrungsberichten!


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bullion
schrieb am Mittwoch, 2. Mai 2007, 13:08 Uhr
Ich hab ja mit der Z1 gedreht und war recht zufrieden. Allerdings war die Umgebung bei mir auch relativ kontrollierbar (Licht, Schärfe dank Kontrollmonitor etc.) und es gab kaum Außenaufnahmen. Bei diesen erweist sich die Z1 allerdings als ziemlich brauchbar, da man hier einfach viel mehr Licht zur Verfügung hat.
Zu den anderen Kameras kann ich nichts sagen. Die „kleinen“ Sonys haben allerdings – soweit ich weiß – keine XLR-Buchsen, also wenn ihr den Ton angeln wollt, solltet ihr das bedenken.
Ansonsten fällt mir im Moment nichts ein. Bedienung bei der Z1 war top, wenngleich das größtenteils nicht ich selbst machen musste…
Achja, gedreht hab ich auf den teuren Sony HDV-Bändern, da hier Drop-Frames reduziert werden sollen, für die HDV doch noch recht anfällig sein soll. Sind teurer, aber lohnt sich evtl. Bin auf Nummer sicher gegangen und hatte bei 2 Stunden Material einen Drop-Frame (glücklicherweise nicht in einem wichtigen Take).
Alex
schrieb am Mittwoch, 2. Mai 2007, 15:26 Uhr
bei den bändern sollte man wirklich aufpassen, dass man sony dv-bänder kauft (zumindest wenn man eine sony kamera benutzt). bei bändern von anderen firmen soll es richtig böse ausfälle geben (wurde mir schon von mehreren leuten bestätigt).
wir hatten allerdings sowohl schon die teuren, extra für hdv gedachten sony-bänder als auch die billigen ausprobiert. einen unterschied haben wir nicht bemerkt, auch mit drop-frames hatten wir nie zu kämpfen.
das xlr-problem ist uns bewußt, allerdings kann man ja auch zur größten not ein xlr-auf-klinke kabel verwenden.
TiH
schrieb am Mittwoch, 2. Mai 2007, 21:14 Uhr
tja leider habe ich selber noch nicht mit hd-kamera gedreht aber auf denquer.de
war erst am 1.April nen Artikel, wie man ne alte DV-Kamera per Chip-Umbau auf HDV umrüsten kann, vielleicht hilft euch das ja weiter…
Maddin
schrieb am Mittwoch, 2. Mai 2007, 22:56 Uhr
Hey Filmtripper,
warum zieht ihr Kameras von Panasonic gar nicht in Betracht? Leider habe ich mit den Marktpreisen nicht viel am Hut, aber ich kann euch beispielsweise die HVX-200 empfehlen. Ich glaube, die ist knapp 1500 Euro teurer als die hier vorgestellten…
Ich gehe hoffentlich richtig davon aus, dass ihr die Kamera ausleiht oder?
Wir haben am Wochenende mit 4 HVXen bei einem Konzert auf SD gedreht. Die Qualität überzeugt.
Ziemlich gut finde ich die Methode auf P2 Karten zu speichern –
Die Anschaffungskosten sind sicher sehr hoch, aber wie sieht es mit Mietkosten aus? Sind die extrem höher als bei Sony- und Canoncamcordern?
Viele Grüße und viel Erfolg….
MfG Maddin
Alex
schrieb am Donnerstag, 3. Mai 2007, 09:50 Uhr
hi maddin,
wir haben natürlich nix gegen panasonic, aber diese neue canon kamera schlägt halt auch die panasonic geräte um längen, daher würden wir sie favorisieren. von den vermietpreisen nehmen die sich alle aber nicht viel, für einen ganzen monat muss man ungefähr 1000euro pro kamera hinlegen.
Fabian
schrieb am Donnerstag, 3. Mai 2007, 11:02 Uhr
@ TiH – jaja der Artikel war vom 1. April
, verstehste 1. April:-)!…dann auch noch vom Christian. Ist also nicht ganz so ernst gemeint
gewesen
.Andreas Doumbia
schrieb am Samstag, 7. März 2009, 01:15 Uhr
Kann an der Cannon XH A1 ein Videolicht angeschlossen werden?
MfG Andreas
felix
schrieb am Donnerstag, 22. Oktober 2009, 23:17 Uhr
ich habe HDV Sonny :1080i, HDR-FX7E.
während die Aufnahme im Tageslicht, die Bilder und Aufnahme Qualität sind sehr gut ,
aber wenn ich aufnahme am Abend in einem Raum wo nur normale Licht vorhanden ist ( lampe ) , die Qualität und das Bild ist dunkl und schlecht.
müsse ich noch zusätzlichen Licht kaufen ?
Danke für Antwort