Mai 2008 im Kino Martin Kaps spielt Tom Matthias Dietrich spielt Frank
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A Swarm of AngelsBei den Berlinale Keynotes nannte ihn Don Tapscott (u.a. Autor des Buches „Wikinomics“) den „Jimmy Wales des Filmemachens“. Der erfahrene Filmautor,- Produzent und -Regisseur Matt Hanson sieht sein Projekt „A swarm of angels“ selbst als „Cinema 2.0“ und möchte damit ein Zeichen setzen, „how media can be created and made available for free.“ Er sieht die Zukunft des Films darin, die Zuschauer und Filmemacher in Entertainment Communities näher zusammen zu bringen und mit einander interagieren zu lassen.

Ich habe mich mit dem Projekt schon in meiner Abschlussarbeit beschäftigt und war sehr davon angetan, dass Norbert Hillinger ihn auf der Berlinale persönlichen treffen konnte und einen eMail-Kontakt aufgebaut hat. Jetzt hat Matt Hanson seine PowerPoint-Präsentation „Audience as Auteurs“ online gestellt. Dies möchte ich als Anlass nehmen über das sehr inspirierende Projekt zu berichten und den Blick über den Tellerrand zu wagen.

Präsentation bei den Berlinale Keynotes 2008

Projektbeschreibung

Bei dem Projekt „A Swarm of Angels“ werden Zuschauer zu Auteuren. Als Auteure werden Drehbuchautoren und Regisseure bezeichnet, die mit ihren individuellen Stil den Film maßgeblich prägen. Matt Hanson versucht mit seinem Team ein komplettes Kino-Filmprojekt mit einem Budget von einer Million Pfund durch eine Community zu finanzieren und zu produzieren. Rund 50.000 „Business Angels“ sollen jeweils 25 Pfund (rund 36 Euro) des Films mitfinanzieren und können dadurch live die Erstellung eines Filmes miterleben und zahlreiche Entscheidungen mitbestimmen. Der größte Teil des Videomaterials wird Open-Source angeboten und steht zum Download und zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.

In einem Projektforum werden parallel zwei Drehbücher entwickelt mit dem Namen „The Unfold“ und „Ravages“. Diese werden dann online zur Wahl gestellt und der Sieger wird verfilmt. In jedem Stadium können sich weitere „Angel“ beteiligen. Erst 100, dann 1.000, dann 5.000, danach 25.000 und letztendlich 50.000. Innerhalb der Stadien haben sie die Möglichkeit bei dem Entstehungsprozess eines Kinofilms der Reihe nach Teil zu haben: Drehbuchentwicklung, Teaser Produktion, Trailer Produktion, Produktionsplanung, Dreharbeiten, Post-Produktions und so weiter. Frühe Mitglieder können dabei gerade über die ersten wichtigen kreativen Entscheidungen mitbestimmen.

Zu den Organisatoren zählen neben dem Initiator Matt Hanson (Gründer des Digitalfilmfestivals onedotzero) bislang unter anderem Tommy Pallotta, der Produzent von Richard Linklaters neuem Werk „A Scanner Darkly“, Cory Doctorow (Boing Boing Blog) und Warren Ellis, Comic-Autor von „Transmetropolitan“. Die Methode der Anteilsscheine an einem Low-Budget-Projekt ist dabei nicht neu. Auch Darren Aronofsky („Requiem for a dream“) konnte so sein Erstlingswerk „Pi“ finanzieren. Bei „A swarm of angels“ wird noch ein Schritt weiter gegangen. Der entstandene Film soll unter der Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden, wodurch jeder das fertige Werk kostenlos herunterladen kann, umschneiden und auf DVD brennen kann.

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Ein Kommentar zu “A Swarm of Angels – Zuschauer werden zu Auteuren”

  1. Markus

    Danke für den Blick über den Tellerrand. Ich finde a Swarm of Angels spannend. Der Prozess ist sicher innovativ, ob es auch der dabei entstehende Film sein wird, mag ich mir nicht vorstellen können. Bei einem solchem Projekt in Deutschland wäre ich dabei. Hier wird man ja schon gut vorbereitet :)

    Markus


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